Keller

 

Das historische Kelterhaus wurde nach der Übernahme des Weinguts einer grundsätzlichen Revision unterzogen. Leitgedanke dabei war, den Wein so wenig wie möglich durch Pumpen in seinem Werden zu beeinträchtigen. Die Verarbeitung des Traubengutes wurde so strukturiert, dass die Schwerkraft die Arbeit verrichten kann. In der Traubenannahme sorgt eine neue Presse für schonende Verarbeitung des handgelesenen Traubengutes.

Edelstahlfässer_NEUWeinfässer_NEU
Der historische Fasskeller beherbergt heute neben Edelstahlgebinden verschiedener Größe auch Holzfässer unterschiedlicher Dimension. Damit ist gewährleistet, dass auch kleine Partien nach Parzellen und Qualitäten getrennt ausgebaut werden können. Neben Barriquefässern der klassischen Dimension mit 225 Litern sind auch Tonneaux im Einsatz. Auch mit traditionellen Halbstückfässern mit 600 Liter Inhalt wird gearbeitet. Die Holzgebinde bieten mit ihrem idealen Verhältnis von Inhalt zu Oberfläche die Möglichkeit, den Weinen im Ausbau jene Mikrooxidation zukommen zu lassen, die für eine zusätzliche geschmackliche Dimension sorgt.

Beim Ausbau steht die Vergärung mit weineigenen Hefen im Vordergrund. Was die Trauben an Aromen aus dem Weinberg mitbringen, sollen sie auch hernach in der Flasche zeigen. Mit der Spontangärung lässt sich so ein authentischer Ausdruck von Lage und Jahrgang erzielen. Die Weine dürfen ihre eigene Individualität ausdrücken. Ein langes Feinhefelager mit einer auf den jeweiligen Wein abgestimmter Battonage (Aufrühren der Hefe im Holzfass), verstärkt diese Charakterbildung. Dabei steht allerdings nicht das Holzaroma im Vordergrund. Je nach Jahrgang werden Partien aus dem Edelstahl mit solchen aus dem Holzfass vermählt, um das Optimum an geschmacklicher Tiefe, Lagenausdruck und langlebiger Säure-Aromastruktur zu erreichen. Bei den Lagen-Spätburgundern findet die Milchsäuregärung im Anschluss an die alkoholische Gärung im Holz statt. Alle Rotweine werden auf diese aufwendige Art im Holz vinifiziert, auch den Cuvee rot auf Gutsweinniveau.