Weinberge

 

Das Zellertal bildet den nordwestlichsten Zipfel des Weinanbaugebiets Pfalz. Auch wenn es über Jahrzehnte in Vergessenheit geraten war, handelt es sich um einen geschichtsträchtigen Flecken Erde, gesättigt mit Sagen und Mythen. Im Westen reckt sich der Donnersberg in die Höhe und sorgt dafür, dass sich die Niederschläge in Grenzen halten. Das nach Westen windoffene Tal ist stets gut belüftet, was zum einen dafür sorgt, dass sich in den Weinbergen Fäulnis schwer ausbreiten kann. Zugleich ist das Zellertal als Cool Climate-Gebiet dafür prädestiniert, den Trauben eine lange Reifezeit am Stock zu gewähren, was die Ausbildung der Aromen fördert.

Geologisch dominieren im Zellertal Kalkmergel-Böden unterschiedlicher Zusammensetzung. Wer den Hang von Niefernheim hinauf zur Spitzenlage Schwarzer Herrgott steigt, kann den wachsenden Anteil an porösen Kalksteinen bis hin zu regelrechten Brocken beobachten. Mit zunehmender Höhe nimmt die Oberbodenauflage ab, der Boden wird steiniger und zwingt damit die Reben, immer tiefer zu wurzeln.

Auf Grund der sehr ähnlichen Klima- und Bodenbeschaffungen des Tals, wir das Zellertal von Kellermeister Michael Acker immer gern „Klein-Burgund“ genannt. Voraussetzungen, die auf außergewöhnliche Burgunder, besonders Spätburgunder, hoffen lassen.

 

 

Die Lagen

 

Zeller Schwarzer Herrgott

Nur rund 8,9 Hektar umfasst diese Spitzenlage, die sich in der oberen Hanghälfte bis auf das Plateau zieht. Auf dem kargen kalkigen Untergrund fühlt sich der Riesling besonders wohl. Hier entstehen Weine von ausgeprägter Mineralität, die mit laserstrahlartiger Präzision über den Gaumen gleiten. Zurückhaltend in der Frucht, benötigen sie Zeit, um all ihre geschmacklichen Schichten offenzulegen. Namensgebend ist ein Kruzifix, das heute noch darauf hinweist, dass in dieser Lage ein Wallfahrtsort lag, zu dem selbst Kaiser und Könige pilgerten, um Kindersegen zu erbeten.

 

Zeller Heiland

Auf halber Höhe am Hang zieht sich diese ebenfalls rein südlich gerichtete Lage hin. Durchsetzt mit Kalksteinen sorgen die lehmigen Mergelschichten für einen guten Wasserhaushalt. Hier stehen unsere 30 Jahre alten Silvanerstöcke. Sie reifen in dieser exponierten Lage hervorragend aus, erbringen dabei einen gehaltvollen Wein, der sich aber stets durch eine erfrischende Säureader und eine tänzerische Mineralität auszeichnet.

 

Zeller Apotheker

Hier ziehen sich wie an der Cote d’Or die Kalksteine bis an den Rand des Dorfes Niefernheim. Diese Nähe sorgt für ein relativ warmes Klima, obwohl der Weinberg im mittleren Teil des Hanges liegt. Davon profitieren unsere alten Spätburgunder-Rebstöcke. Sie ergeben im Zusammenspiel mit dem Kalkstein dank einer konsequenten Ertragsreduzierung einen eleganten und doch dichten Pinot Noir. Er entwickelt seine dunkelfruchtigen Aromen erst nach einigen Jahren der Reife.

 

Zeller Königsweg

Südlich der steil ansteigenden Straße von Niefernheim nach Zell erstreckt sich ein mit Chardonnay bestockter Weinberg. Daneben wurden in diesem Frühjahr auf drei Hektar eine Neuanlage angelegt, die mit Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier künftig die Trauben für einen Sekt nach der Champagnermethode liefern soll.

 

Philippsbrunnen

Der Boden dieser Südhanglage besteht vorwiegend aus Kalksteinablagerungen mit gewissem Tongehalt, der den Weinen eine charakteristische, fleischige Robustheit mit Opulenz, Tiefe und Feinheit gibt.

 

Marien-Garten

Geschützt und eingebettet in die Dorfstruktur, einem Garten ähnlich ,stehen die Reben auf Lehmboden mit steinigem, durchlässigem Unterboden aus Kalkgeröll und Buntsandstein. Hier vereinen sich Kraft, Eleganz und Finesse mit großer Tiefe der Frucht und Nachhaltigkeit.